Das von dem Lautenisten Helmut Weigl gegründete Ensemble SiTé präsentiert am 3. Advent Musik zur Weihnachtszeit aus dem Barock und dem 20. Jahrhundert. Helmut Weigl hat alle Stücke für Hackbrett, Chitarrone und Renaissancelaute eingerichtet.
Das Ensemble SiTé hat es sich zur Aufgabe gemacht, Musik aus verschiedenen Epochen auf Instrumenten aus ebendiesen Epochen zu präsentieren. Das Programm enthält Stücke von Michel Corrette (1707-1795), Alessandro Piccinini (1566-1638), Johann Sebastian Bach (1685-1750), Alexandre Tansmann (1897-1986) und Helmut Weigl (*1956).
Das Ensemble SiTé, das sind Hanna Obermeier, Chitarrone, Michel Watzinger, Hackbrett, und Helmut Weigl, Renaissancelaute und Arrangements.
Eintritt: € 20; ermäßigt für Vereins-Mitglieder € 17, für Schüler/ Studierende unter 30J. € 5
Karten nur an der Abendkasse.
Reservierung empfohlen unter: einladungen@kulturforum-mwest.de
Die Instrumente
Die oder der Chitarrone, ein Lauteninstrument mit 14 Saiten, erlebte ihre/seine Blütezeit in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, sowohl als Generalbassinstrument als auch als Soloinstrument. Das chromatische Hackbrett, eine Entwicklung des 20. Jahrhunderts, geht auf das diatonische Salterio zurück, das insbesondere in Italien im 18. Jahrhundert seine Blütezeit hatte. Die sechs-chörige Renaissancelaute, eine von vielen Formen der Lautenfamilie, erlebte ihre Blütezeit im 16. Jahrhundert, wobei die kleine, in A gestimmte Variante besonders beliebt war.
Biografien der Musiker*innen
Hanna Obermeier studierte klassische Gitarre bei Susanne Schoeppe am Richard-Strauss-Konservatorium München und schloss das Studium mit dem „Pädagogischen Diplom“ der Hochschule für Musik und Theater München und der künstlerischen Reife mit Schwerpunkt Kammermusik ab.
Neben der Gitarre legte sie weitere Schwerpunkte auf das Zusatzfach Alte Musik mit der Theorbe/Chitarrone. Seitdem konzertiert sie in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen, sowohl mit der Gitarre als auch mit dem Chitarrone u.a. im Passauer Städtetheater, dem Oberammergauer Festspielhaus und beim Dresdner Gitarrenfestival.
Zusätzlich unterrichtet sie als Gitarrenlehrerin.
Michel Watzinger ist ein Münchner Musiker, der Hackbrett und Zither studiert hat (am Richard-Strauss-Konservatorium München in Kooperation mit den Hochschulen für Musik in Augsburg und Nürnberg).
Er verbindet traditionelle und internationale Volksmusik mit Klassik, Alter Musik, Pop, Klezmer, sowie zeitgenössischer Moderne und tritt in verschiedenen Formationen auf, unter anderem zusammen mit Maria Hafner und Florian Burgmayr (im Projekt Mimpfmöh), mit Maria Reiter (Akkordeonistin) oder im Ensemble SiTé (mit Alte Musik). Als Solist wirkt er bei zahlreichen zeitgenössischen Uraufführungen und literarisch-musikalischen Begleitprogrammen (z. B. Kafka-Projekte) mit.
Helmut Weigl, geboren in Olching bei Fürstenfeldbruck, absolvierte seine musikalische Ausbildung am Richard-Strauss-Konservatorium München, wo er unter der Leitung von Santiago Navascués die klassische Gitarre erlernte. Darüber hinaus studierte er bei Professor Matthias Seidel am Mozarteum das Fach Renaissancelaute. Nach Erlangung des akademischen Grades „Magister Artium“ an der Ludwig-Maximilians-Universität München vertiefte er seine Expertise in historischer Aufführungspraxis und Generalbassspiel durch die Teilnahme an zahlreichen internationalen Meisterkursen.
Helmut Weigl ist als Lautenist und Continuo-Spieler tätig und hat mit diversen renommierten Institutionen und Ensembles zusammengearbeitet, darunter der Bayerische Rundfunk, die Münchener Symphoniker e.V., das Staatstheater Augsburg, La Banda Augsburg, das Barockorchester L’arpa Festante, die Arcis Vocalisten, das Gärtnerplatztheater, Bavaria Film, das Passionstheater Oberammergau und der Münchner Motettenchor, um nur einige zu nennen.
