Archiv der Kategorie: 3. Art

Wieder ins Licht gerückt

vom 17. November 2021 bis 31. Januar 2022

in der Münchner Volkshochschule Pasing

Mittwoch 17. November 2021 um 18 Uhr ist Eröffnung der Ausstellung Wieder „Ins Licht gerückt“  – Jüdische Lebenswege in Pasing in der MVHS Pasing, Bäckerstr. 14. Ausstellungsdauer: 17. November 2021 bis 31. Januar 2022.  Zur Eröffnung ist eine Anmeldung erforderlich bei der MVHS  unter N125120 – Ausstellung Pasing. Gebührenfrei.

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Letzte Heimat Bergsonstraße

mit Dr. Monika Putschögl und Angela Scheibe-Jaeger

Samstag 15. Januar 2022 um 14.30 Uhr. Dr. Monika Putschögl und Angela Scheibe-Jaeger laden zum Spaziergang über den Obermenzinger Friedhof ein. Treffpunkt ist um 14:30 Uhr vor der Aussegnungshalle, Dauer der Führung etwa 2 Stunden. Sie findet bei jedem Wetter statt und ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Tristan Marquardt: Unmögliche Liebe

Donnerstag, 02. Dezember 2021 um 19:30 Uhr:  Lesung und Gespräch mit Tristan Marquardt unter dem Titel „Unmögliche Liebe„. Stadtbibliothek Pasing, Bäckerstr. Eintritt 12 €,  für Mitglieder 8 €. Anmeldung erforderlich unter kulturforum.muenchen-west@web.de unter Angabe Ihrer Kontaktdaten. Teilnahme ist nur nach Bestätigung möglich.  Zum Einlass bringen Sie bitte den Nachweis für geimpft, getestet oder genesen mit. Tristan Marquardt: Unmögliche Liebe weiterlesen

Traditionelle europäische Volksmusik: Fado

Samstag, 13. November 2021, 19:00 Uhr ; Einlass ab 18 Uhr, im Alten Wirt, Obermenzing, Dorfstr. 39, Festsaal: Fado. Musik aus Portugal. Mit Delphina & Bibilotta Viktualia | Gesang und Poesie aus Portugal, Guto Gutenberg | Gitarre und Miguel Pires | Bass. Eintritt 15 € für Mitglieder 12 €. Anmeldung unter kulturforum.muenchen-west@web.de erforderlich unter Angabe Ihrer Kontaktdaten Traditionelle europäische Volksmusik: Fado weiterlesen

Film über den Todesmarsch von Dachau

10. November 2021 um 19 Uhr Im Jella Lepman Saal in Schloss Blutenburg zeigt Max Kronawitter seine 90minütige Dokumentation „Als das Grauen vor die Haustür kam“. Das Kulturforum München-West und der Verein Freunde Schloss Blutenburg laden herzlich dazu ein, der Eintritt ist frei. Das Todesmarschdenkmal am Blutenburger Weiher von Hubertus von Pilgrim, ist eine der Film über den Todesmarsch von Dachau weiterlesen

erst geachtet, dann geächtet

24. November 2021 um 19.30 Uhr: Angela Scheibe-Jaeger zeigt in einem Bilder-Vortrag Stationen aus dem Leben des Anatomen und Hochschullehrers Prof. Harry Marcus. Als Sohn jüdischer Eltern wurde er unter dem NS-Regime verfolgt, entehrt und in die Emigration getrieben. Die Bilder stammen aus seinem Familien-Album. Eine verbindliche Anmeldung bei der MVHS ist erforderlich: N125121 – Vortrag Pasing. Gebührenfrei. erst geachtet, dann geächtet weiterlesen

Sophie Scholl zum Hundertsten

13. Oktober 2021 um 19.30 Uhr: Anlässlich Sophie Scholls hundertstem Geburtstag in diesem Jahr findet ein gut einstündiger „Schauspielabend mit Musik“ mit dem Zitat als Titel „Ich würde es genau so wieder machen!“ statt. Im Jella-Lepman-Saal in der Blutenburg, Seldweg 15, stellen die Pianistin Mirjam von Kirschten (Verdandi-Trio) und die Schauspielerin Miriam Spiel die Lebensgeschichte Sophie Scholl zum Hundertsten weiterlesen

Christoph Brech und Bernhard Neuhoff im Gespräch

06.10.21 um19 Uhr in der Wagenhalle der Pasinger Fabrik: Bernhard Neuhoff, Musikjournalist und Redaktionsleiter bei BR-Klassik, führt ein Gespräch mit dem vielseitigen und international arbeitenden Künstler Christoph Brech. Eintritt 15 €, für Mitglieder 12 €. Anmeldung unter kulturforum.muenchen-west@web.de ist erforderlich unter Angabe Ihrer Kontaktdaten (Name und Vorname, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse, Postanschrift). Teilnahme ist nur nach Bestätigung möglich. Christoph Brech und Bernhard Neuhoff im Gespräch weiterlesen

Juden, Trachten und Bayrisches Brauchtum

23.09.21 um 20 Uhr: Juden, Tracht und Bayrisches Brauchtum. In lebensfrohen Bildern und begleitenden Münchner G’schichten erzählen Lydia Bergida (Fotografien) und Katrin Diehl (Interviews) über „Münchner Juden in Tracht und das (ausgefallene) Oktoberfest“. Ort: auf der Plattform vor dem Rathaus Pasing, Rathausgasse, am „Gebeugten leeren Stuhl“. Eintritt frei.  Juden, Trachten und Bayrisches Brauchtum weiterlesen

Ebenböckhaus am Tag des Denkmals geöffnet

Sonntag, 12. September, von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr öffnet das Ebenböckhaus seine Tore und seinen Park für Interessierte – sofern es Covid zulässt. „Film ab“ heißt es bei der Premiere des vom Pasinger Archiv gedrehten Dokumentarfilmes über die Geschichte des Hauses und die Familie Ebenböck. Der Film wird um 13.30 Uhr, 14.30 Uhr, 15.30 Uhr und 16.30 Uhr bei jeweils begrenztem Platzangebot gezeigt.  Programm Ebenböckhaus am Tag des Denkmals geöffnet weiterlesen

Führung in der Glyptothek

Donnerstag, 26. August 2021 um 11 Uhr führt  uns Frau Lindner Haigis (www.lustaufkunst.net) durch die renovierte Glyptothek, unter dem Titel:“Die sanierte Glyptothek (1816 -1830), Ludwig I. (1886-1868) und sein Bildhauer Bertel Thorvaldsen (1870-1840)“. Die Führung kostet 7 Euro. Dazu kommt der Museumseintritt, Erwachsene: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro. Die Eintrittskarten besorgen Sie sich bitte selber. Führung in der Glyptothek weiterlesen

Trio Arte Tonal im Park

Samstag 14. August 2021 um 19 Uhr tritt das Trio Arte Tonal im Park des Ebenböckhauses auf. Oliver Klenk | Klarinette, Carlos Duque | Horn und Elisabeth Vogl | Fagott präsentieren ein exquisites Programm mit selten gehörten Trios, z.B. von Johann Gustav Kjellberg oder Otto Panier. Eintritt € 25, für Mitglieder 20, für Schüler und Studenten 5. Das Konzert findet bei (fast) jedem Wetter statt, sofern es die Infektionslage zulässt.
Anmeldung erforderlich unter info@kammermusik-pasing.de Trio Arte Tonal im Park weiterlesen

Damensalonorchester Bella Donna

Samstag 31. Juli 2021 um 19 Uhr schwelgt der Park des Ebenböckhauses IM RAUSCH DER ZWANZIGER. Das „Internationale DamenSalonOrchester Bella Donna“ präsentiert Musik von Paul Lincke und Kurt Weill, Emmerich Kálmán und Igor Strawinski, Erik Satie, George Gershwin. Eintritt € 25, für Mitglieder 20, für Schüler und Studenten 5. Das Konzert findet bei (fast) jedem Wetter statt, sofern es die Infektionslage zulässt.
Anmeldung erforderlich unter info@kammermusik-pasing.de Damensalonorchester Bella Donna weiterlesen

Führung Jüdisches Leben in Pasing

25. 7. und 1. 8. jeweils von 16 bis 18 Uhr neue Termine für die Führung “Jüdisches Leben in Pasing” , im Rahmen von „1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“: Rundgang durch Pasing zu ehemals jüdischen Wohnsitzen. Wir bekommen ein Bild davon, welche Bedeutung Jüdinnen*Juden vor der Verfolgung und Vernichtung in Pasing hatten. Daran erinnert auch die Skulptur „Gebeugter Leerer Stuhl“ am Rathaus. Treffpunkt um 16 Uhr  am Leeren Stuhl beim Rathaus Pasing, Rathausgasse.  Teilnahme frei. Anmeldung erbeten unter ralph.deja@chaverim-bayern.de Führung Jüdisches Leben in Pasing weiterlesen

Traditionelle Europäische Volksmusik: Rembetiko

Freitag, 23. Juli 2021, 19:00 Uhr im Park des Ebenböckhauses: Rembetiko mit der Gruppe Reboublika. Eintritt 15,00 €, für Mitglieder 12,00 €. Einlass ab 18 Uhr. Bei Regen wird die Veranstaltung abgesagt. Anmeldung unter kulturforum.muenchen-west@web.de   ist erforderlich unter Angabe Ihrer Kontaktdaten. Die Reservierung ist nur nach Bestätigung wirksam. Traditionelle Europäische Volksmusik: Rembetiko weiterlesen

Münchner Holzbläser-Quintett 2021

Donnerstag 15. Juli 2021 um 19 Uhr im Park des Ebenböckhauses: Das Münchner Holzbläser-Quintett bietet uns eine “EXOTIC DANCE NIGHT” mit Tänzen aus Ungarn und Argentinien – passend für Klassik-Liebhaber in einer lauen Sommernacht. Eintritt € 25, für Mitglieder 20, für Schüler und Studenten 5. Das Konzert findet nur bei gutem Wetter statt und sofern es die Infektionslage zulässt.
Anmeldung erforderlich unter info@kammermusik-pasing.de Münchner Holzbläser-Quintett 2021 weiterlesen

Kunst im Pasinger Zentrum

Sonntag 4. Juli 2021, im Rahmen des Stadtteilfestes, führt Angela Scheibe-Jaeger durch Pasing. „Wir besichtigen einige der Kunstwerke, die in den letzten hundert Jahren bei uns im Stadtbezirk entstanden sind“. Treffpunkt ist um 16 Uhr vor der Kirche Maria Schutz am Scherer Platz. Der kostenlose Rundgang findet bei jedem Wetter statt. Er endet am Pasinger Bahnhof und ist auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Anmeldungen erbeten unter kultur@kulturforum-mwest.de Kunst im Pasinger Zentrum weiterlesen

Neue Jazzschool beim Stadtteilfest

Samstag 3. Juli 2021 von 16 bis 17 Uhr spielt die Ensemblespiel-Band der Berufsfachschule für Musik im Rahmen der Stadtteilwoche im Gastrozelt auf dem Festplatz an der Weinschenkstraße Jazzstandards von Horace Silver und Carlos Jobim genauso wie Pop- und Rockhits mit knackigen Bläsersätzen und einer improvisationsfreudigen Frontfrau. Eintritt frei. Neue Jazzschool beim Stadtteilfest weiterlesen

C. Bernd Sucher im Gespräch

Donnerstag, 1. Juli 2021, 19 Uhr im Park des Ebenböckhauses, im Rahmen der Stadtteilwoche. Mit C. Bernd Sucher unterhält sich Monika Putschögl, Mitglied im Vorstand des Kulturforum München-West, über das Schreiben und Lehren in schwierigen Zeiten, über gefühlte Identität und korrekte Kritik. Veranstaltung im Freien, nur bei gutem Wetter und wenn die Pandemie-Vorschriften es zulassen. Eintritt frei. C. Bernd Sucher im Gespräch weiterlesen

Syrischer Friedenschor in Pasing

Wegen Unwetter Ausgefallen! Dienstag 29. Juni 2021 um 18:30 Uhr tritt der Syrische Friedenschor im Park des Ebenböckhauses auf. Einlass ab 17:45 Uhr, Eintritt frei. Beim Einlass werden die Kontaktdaten erfasst. Bei Regen fällt die Veranstaltung aus. Für Hygienekonzept und Sitzplan sorgt das Kulturreferat. Der Abend im Ebenböckpark ist Teil des Stadtteilfestes. Syrischer Friedenschor in Pasing weiterlesen

Privatissime – Auf den Spuren von Josef Flossmann

Corona-Programm: für den Frühling bieten wir Ihnen eine interessante Tour: Bei einem Rundgang zu zweit oder auch zu dritt zeigt Ihnen Angela Scheibe-Jaeger Werke des Bildhauers und Bauplastikers , „von den Zeitgenossen geachtet, von der Nachwelt ignoriert“. Er lebte von 1862 bis 1914, hatte seine Villa in Obermenzing und war um 1900 ein bekannter Künstler, nicht nur in München. Anfragen und Termine bei angelascheibe-jaeger@t-online.de Privatissime – Auf den Spuren von Josef Flossmann weiterlesen

Reinhold Heller und der „Quattrocentismus

Zur Ausstellung „Quattrocento“ in der Klostergalerie St. Ottilien, noch bis 28.02.2021

Reinhold Heller und der „Quattrocentismus“ – eine Retrospektive von Peter Rößler

Wir Vier – Siegfried Haberer, Reinhold Heller, Peter Rößler und Klaus Wich – bildeten von 1955 bis 1959 eine Künstlergruppe und gaben uns selbstironisch und zugleich programmatisch den Namen „Quattrocentismus“. In unserer unmittelbaren Nähe in der Akademie der Bildenden Künste München formierte sich gleichzeitig die Gruppe SPUR. Sie sollte später einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Moderne leisten. Wir aber schlugen Wege ein, die in andere Richtungen führten. Nach Auffassung unseres Lehrers Richard Seewald, dessen Klasse wir während seiner gesamten Lehrtätigkeit in München besuchten, war eine vordringliche Aufgabe des Künstlers, die Wahl eines bedeutenden Themas. Nach der Barbarei des Dritten Reiches, die wir miterlebt hatten, sei diese am Ehesten in abendländischer Tradition von Antike und Christentum zu finden. Seewalds formales Repertoire ging auf griechische Vasenmalerei zurück und Grundzüge seiner Malerei auf das Trecento oder das frühe Quattrocento. Zugleich aber versuchte er jeden Schüler in seiner speziellen Begabung und Neigung zu fördern. Haberer tendierte zum Surrealismus, Heller zu Barockem, Wich – tätig in einer Bildhauerklasse – zur geschlossenen plastischen Form. In der Spätphase des Quattrocentismus kam er der Malerei Hellers am nächsten. Ich selbst wusste nicht, wo meine eigentliche Begabung lag. Wie mir meine Zeichnungen von damals zeigen und meine spätere Kunstproduktion, wäre es wohl eher das expressiv- Informelle gewesen. Ich war ein Antipode meines hochverehrten Lehrers ohne dies zu ahnen. Seewald sah in der gegenstandslosen Kunst einen gefährlichen Irrweg, vor dem er –- ein eloquenter Literat und Pädagoge — uns eindringlich warnte. Eine weitverbreitete Meinung war damals, dass die Moderne in einem unumkehrbaren Prozess in die gegenstandslose Kunst münden müsse. Ein wichtiger Vertreter dieser Auffassung war Werner Haftmann. Die Aussicht, dass dieser eine Berufung an die Akademie bekäme, veranlasste Seewald, seine Professur niederzulegen.

Seewalds Kunst standen wir skeptisch gegenüber. Seine dünnen Linien nannten wir Drähte, das Pathos, mit dem er das Symbolische und Metaphysische beschwor, fanden wir überzogen, seine Malerei nicht mehr auf der Höhe seiner Frühzeit. Die Meinung, das Gegenstandslose sei überholt und längst historisch, übernahmen wir. Bald nach der Auflösung unserer Gruppe führte das zu einem Nachholbedarf an Moderne, wie ihn am konsequentesten Heller in seinem nachmaligen Werk in der Gruppe „Geflecht“ zeigt. Vorerst aber pilgerten wir nicht zum „Heiligen Wassily“ in das Lenbachhaus wie die Kollegen von der Gruppe SPUR, sondern nach Italien, dem Vorbild Seewalds folgend: nach Ravenna, Siena und Florenz. Seewald sah dies gern, gab dazu auch während des Semesters seine Einwilligung mit der Mahnung, viele Skizzen mitzubringen. Aber nur einer von uns wurde so zu einem echten Quattrocentisten: Reinhold Heller. Er fügte in seine Malerei Versatzstücke z.B. aus den Bildern Duccios und Lorenzettis ein. Das zeigen seine formelhaften Darstellungen von Händen, knochenlosen Figurinen und kulissenhaften Architekturen. Die starken Lokalfarben verband er durch eine grüne Imprimitur mit Weißhöhung in Eitempera zu einem gedämpften Gesamtton. Zu diesen Äußerlichkeiten kam auch ein Hauch spätgotischer Gefühligkeit: verträumt, lyrisch, märchenhaft. In seinen großartigen Porträts finden sich sogar noch frühere Einflüsse — Ravenna lässt grüßen. Aber bei ihm blicken die Augen nicht in die Ewigkeit wie bei den Vorbildern, sondern nach innen, als ob sie lauschen würden — so wie er selbst sehr oft. Das war typisch für Reinhold. Er besaß nach eigener Aussage die seltene Fähigkeit der Synästhesie: Er hörte Farben und sah Klänge. Dann wirkte er ein wenig abwesend und zugleich sehr konzentriert, wenn es um Bildbetrachtung ging, da er zwei gleichstarke Sinneseindrücke verarbeiten musste. Hellers Methode erinnert entfernt an die der Pittura Metafisica, aber ohne deren magischen und technoiden Anspruch. Seinen Porträts fehlt die psychologisierende Komponente. Er war auch kein Neo-Nazarener; denn seine verknappende Formensprache und Begabung zum Monumentalen beschränkte sich auf das Wesentliche und suchte das Allgemeine an der Grenze zum Schematischen. Damit erreichte zunächst n u r  e r das Ziel unserer Gruppe: Wir wollten im Kollektiv den Subjektivismus überwinden, von dem die Akademie, Seewalds Meinung nach und unserer, befallen war. Wie wir – natürlich nur in den anderen Malklassen! — beobachteten, war dort jeder ein Genie und überbot das andere, kultivierte die eigene Künstlerhandschrift und schöpfte aus der Tiefe des Unbewussten, um zum Archetypischen zu gelangen. Dies ähnelte in der Regel der Malerei des Professors. Doch aus Heller wurde kein neuer Seewald. Auch mit anderen Malern der Gegenständlichkeit hatte er kaum Gemeinsamkeiten. Das empfanden nicht nur wir als eine Sensation.

Die beiden Werke, die wir neben kleineren Aufträgen tatsächlich gemeinsam schufen, waren das große Gruppenselbstporträt und die Wandmalerei im riesigen barocken Betsaal in einem Kloster in Amberg. Ihre Einheitlichkeit verdanken sie der abschließenden teilweisen Übermalung durch Heller.

Dem Männerbund schlossen sich später Kolleginnen an. Sie hatten ihre eigenen künstlerischen Wege längst gefunden. Margit Buchner zeigte eine geheimnisvolle Märchenwelt; Anne Freyberger und Elfriede Widmoser heimatliche Landschaft. Mir selbst gelang es –- bei aller Bemühung — nicht, Hellers Stil zu folgen. Solche Versuche landeten fast alle auf dem Sperrmüll.

Es könnte sein, dass unser Quattrocentismus auch von etwas schwer Beschreibbarem geprägt war: Der eigentümlichen Gruppenatmosphäre, die sich im Laufe von fünf Jahren Nähe herausgebildet hat. Dazu noch einige Informationen: Haberer, Heller und ich arbeiteten ein Semester lang zusammen in der Lehrwerkstätte für Maltechnik. Dort lernten wie Pinsel säubern, Leinwände grundieren, Fassungen freilegen und farbige Muster entwerfen. Bilder malen war untersagt. Das Lehramtssemester motivierte kaum für den späteren Beruf; wenigstens konnten wir danach schlecht und recht ein Plakat gestalten und kannten einige Kompositionsregeln. Unsere ambivalente Haltung zu unserem Lehrer Richard Seewald habe ich oben beschrieben. In seiner Klasse war zielgerichtete und intensive Arbeit gefordert. Seewalds häufige Anwesenheit führte schließlich dazu, dass wir vier gemeinsam eine Wohnung bezogen. Hier konnten wir ungestört diskutieren und arbeiten. Danach verlagerten wir uns in einen Hinterhof im Lehel in die Steinbaracke einer ehemaligen Waschküche. Deren Außenmauer bemalten wir mit einer griechischen Säulenordnung. Der große Zentralraum wurde zu unserem Empfangs-, Ausstellungs-, Mal-, und Fest-Saal. Hier stand das große Fass „Ungarischen Stierbluts“, das wir uns nach dem Verkauf des großen Bildes im Haus der Kunst leisten konnten. Ein alles beherrschendes Fluidum schuf gemeinsames Musizieren. Alle, außer mir, spielten mehrere Instrumente: Mundharmonika, Flöte, Geige, Trompete und Schlagzeug wurden eingesetzt. Dazu kamen auch Gäste, wie der später bekannte Archäologe Thuri Lorenz. In seinem Auftritt als Solotänzer überlebte – so erschien es uns – etwas von der Ekstase des Dionysischen. Eine bessere Akustik hatten allerdings die Hallen der Akademie, wobei Seewald oft und gern zugegen war.

Von der öffentlichen Aufmerksamkeit für unser Bild im Haus der Kunst mit dem Motto „Aufbruch zur Moderne“ wurden wir überrascht. Unser Gruppenbild widersprach dem Thema, erregte Anstoß und Bewunderung; es irritierte. Die danach folgende Bilderpräsentation im Schaezler- Palais Augsburg wurde damals im noch jungen Fernsehen gebracht. Bedeutende Kunstleute: Norbert Lieb, Susanne Carvin und Erich Pfeiffer-Belli beachteten und kritisierten uns. Lieb sehr positiv, Carvin leicht spöttisch und Pfeiffer-Belli empört über Richard Seewald, dem er vorwarf, die Jugend klassizistisch verführen zu wollen. Wie man das heute auch immer einschätzen mag: Progressiv, geradezu prophetisch in die Zukunft weisend, war unser Glaube an die Möglichkeiten von Stilpluralismus, Eklektizismus und Historismus, die wir auch realisierten.

Kulturstammtisch mit dem Förderverein Kammerspiele

Wegen Corona abgesagt:
Mittwoch 2. Dezember 2020  um 19 Uhr ist Kulturstammtisch im großen Saal beim Alten Wirt Obermenzing, Dorfstraße 39 mit Frau Wallenborn-Honigmann vom Förderverein Kammerspiele. Eintritt frei, Gäste willkommen. Wegen der Corona-Maßnahmen melden Sie sich bitte mit Ihren Kontaktdatenan an unter kulturforum.muenchen-west@web.de .

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Wissensreihe: Psychotherapeuten im Gespräch

Wegen Corona abgesagt:
Dienstag, 24. November 2020 um 19 Uhr unterhalten sich zwei psychotherapeutische Experten über ihre Arbeit: Sibylle Moisl und David Wilchfort, im Festsaal des Alten Wirt in Obermenzing, Dorfstraße 39.  Verbindliche Anmeldung ist erforderlich unter kulturforum.muenchen-west@web.de – coronabedingt mit Name, Adresse und Telefonnummer. Eintritt 10 €, für Mitglieder 8 €. Wissensreihe: Psychotherapeuten im Gespräch weiterlesen

Mitglieder stellen aus: Peter Pich in Planegg

Freitag 20. November 2020 ist Eröffnung der Rathausausstellung in Planegg unter dem Motto: „Hallo Nachbarn“. Unser Mitglied Peter Pich beteiligt sich daran mit der Arbeit „Süsses oder Saures“. Natürlich kann auch diese Ausstellung wegen Corona nicht stattfinden. Deshalb gibt es hier den Link zur interaktiven Online-Version von „Süsses oder Saures“.  Viel Vergnügen beim Ausprobieren!

Rembetiko im Alten Wirt

Wegen Corona abgesagt:
Freitag, 13. November 2020 um 19:00 Uhr gibt es Rembetiko-Musik mit der Gruppe Reboublika im Festsaal im Alten Wirt, Obermenzing, Dorfstr. 39. Einlass ab 18 Uhr, Eintritt 15 €, für Mitglieder 12 €. Anmeldung unter kulturforum.muenchen-west@web.de ist ist erforderlich unter Angabe Ihrer Kontaktdaten. Teilnahme ist nur nach Bestätigung möglich. Es wird überwiegend große Tische Rembetiko im Alten Wirt weiterlesen

Letzte Heimat Bergsonstraße

ABGESAGT WEGEN CORONA. Samstag, 07. November um 15 Uhr Führung: Dr. Monika Putschögl und Angela Scheibe-Jaeger am Friedhof Obermenzing, Bergsonstraße 32, 81245 München. Treffpunkt: Aussegnungshalle. Der knapp zweistündige Spaziergang ist kostenlos. Anmeldung unter kulturforum.muenchen-west@web.de  ist erforderlich unter Angabe von Namen und Vornamen, Telefonnummer und E-Mail-Adresse.  Letzte Heimat Bergsonstraße weiterlesen

Hans Albers Villa am See

WEGEN CORONA ABGESAGT!
Donnerstag, 29. Oktober 2020 um 19 Uhr hält Doris Fuchsberger einen Vortrag über die Villa des Filmstars Hans Albers im Festsaal im Alten Wirt in Obermenzing, Dorfstraße 39. Verbindliche Anmeldung ist erforderlich unter kulturforum.muenchen-west@web.de – coronabedingt mit Angabe von Name, Vorname, Adresse und Telefonnummer. Eintritt 10 €, für Mitglieder 8 €. Hans Albers Villa am See weiterlesen

Mitglieder laden ein:

18.10. bis 16.11.2020 „Kunst in der Kirche“: Marlies Poss und Blanka Wilchfort stellen in der Himmelfahrtskirche Pasing aus, anlässlich des jährlichen Friedenswegs, der dieses Jahr wegen der Corona Vorschriften nicht öffentlich organisiert wird, aber von einzelnen privat gegangen werden kann. Für Interessierte gibt es die Möglichkeit während der Gottesdienste oder bei „Künstlergesprächen“  dort das dargestellte Thema auf sich wirken zu lassen. Mitglieder laden ein: weiterlesen

Doppelpack

Paarweise Spurensuche – Kunstwerke im Tandem-Modus

Beim Spaziergang zu zweit zeigt Ihnen Angela Scheibe-Jaeger „Kunst im Kiez“: entweder spazieren wir zu ausgesuchten Kunstwerken der letzten hundert Jahre in Pasing oder wir schlendern durch eine der beiden Villencolonien. Wir könnten auch Kunst in Obermenzing erleben… Doppelpack weiterlesen

Künstlerportrait: Christoph Brech

9. Oktober 2020 um 19:00 Uhr in der Wagenhalle der Pasinger Fabrik: Bernhard Neuhoff, Musikjournalist und Redaktionsleiter bei BR-Klassik, führt ein Gespräch mit dem vielseitigen und international arbeitenden Künstler Christoph Brech. Dabei werden auch einige seiner Filme gezeigt. Kosten 10 € bzw. 8 € für Mitglieder. Anmeldung unter kulturforum.muenchen-west@web.de Künstlerportrait: Christoph Brech weiterlesen

Streetart als Bestellware für Zuhause

9. Oktober 2020: Unser Mitglied Fabian Vogl stellt online sein neustes Kunstprojekt vor, das auch mit Unterstützung des Kulturforum München-West zustande kam: „Streetart als Bestellware für Zuhause“. Der Kunst-Interessent bestimmst den Ort und das Aussehen seiner persönlichen Passivbaustelle. Zu Bestellen ab heute in folgendem Onlineshop: www.streetartforyourhome.de. Die ersten 10 Besteller bekommen eine limitierte Erdnussflips-Skulptur als „künstlerische Notration in dieser harten Zeit“. Streetart als Bestellware für Zuhause weiterlesen

Mitglieder laden ein: Phänomenal Floral

Samstag 12. September 2020 beginnt die Ausstellung des Kunstkreises Gräfelfing „PHÄNOMENAL FLORAL“, an der unser Mitglied Peter Pich mit 2 Arbeiten beteiligt ist. Coronabedingt gibt es keine Vernissage. Die Ausstellung ist bis So 4. Oktober 2020 jeweils Do/Fr/Sa/So von 16 bis 19 Uhr geöffnet, in einem Haus und Garten  in Gräfelfing-Lochham, Rudolfstr. 24. Mitglieder laden ein: Phänomenal Floral weiterlesen

Pasinger Jazzfenster

Freitag, 11. September 2020 von 20:30 – 21:15 Uhr ist das Pasinger Jazzfenster geöffnet. Schüler der neuen Jazz School München in Pasing spielen – Corona-gerecht – aus den beleuchteten Fenstern der Jazz School. Für die Lichtinszenierung sorgt Peter Pich. Das Publikum sitzt im Hof, die Hygiene-Vorschriften werden bei diesem Freiluftkonzert eingehalten. Deshalb bitten wir um Anmeldung unter kulturforum.muenchen-west@web.de. Pasinger Jazzfenster weiterlesen

Natur – Architektur – Kunst – Ausflug in die Siedlung Neulustheim

Freitag 21. August 2020 um 17 Uhr: zweistündiger Spaziergang durch die Kolonie Neulustheim mit Angela Scheibe-Jaeger. Teilnahme 8 €, für Mitglieder 5 €, nur nach Anmeldung unter kulturforum.muenchen-west@web.de, für jede Person mit Name, Vorname, Anschrift und Telefonnummer. (Corona-Pflichten) Natur – Architektur – Kunst – Ausflug in die Siedlung Neulustheim weiterlesen

Männer lesen – von starken Frauen

Dienstag 4. August 2020 um 17.30 Uhr im Schloss Blutenburg: Der Moderator Herbert Hanko und der Schauspieler Silvester von Hoesslin stellen uns, aufgelockert durch Gitarrenmusik, einige außergewöhnliche Frauen vor. Und sie alle haben etwas mit der Blutenburg zu tun. Eintritt 10 €, Mitglieder 8 €, bei gutem Wetter im Schlosshof, bei schlechtem im Jella-Lepmann-Saal. Nur nach Anmeldung mit Angabe von Name, Vorname, Adresse und Telefonnr. unter kulturforum.muenchen-west@web.de Männer lesen – von starken Frauen weiterlesen

Münchner Holzbläser-Quintett

Donnerstag 30. Juli 2020 um 20 Uhr spielt das Münchner Holzbläser-Quintett im Hof von Schloss Blutenburg. Veranstaltung im Freien, nur bei gutem Wetter. Aufgrund der Infektionsschutzmaßnahmen – Bestuhlungs- und Hygienekonzept für Ihre Sicherheit – und der begrenzten Plätze ist eine Reservierung erforderlich unter kulturforum.muenchen-west@web.de mit Angabe von Name, Vorname, Adresse und Telefonnr. Eintritt 25 Euro, für Mitglieder 20. Münchner Holzbläser-Quintett weiterlesen

C. Bernd Sucher liest im Park

Donnerstag 9. Juli 2020 um 19 Uhr liest C. Bernd Sucher aus seinem Buch „Mamsi und ich“ im Park des Ebenböckhauses in Pasing, Ebenböckstr. 11. Eintritt: € 8, für Mitglieder € 5. Nur bei gutem Wetter. Anmeldung erforderlich unter kulturforum.muenchen-west@web.de
Ein wichtiger Hinweis: Geben Sie bitte bei der Anmeldung für jede bestellte Eintrittskarte Name und Vorname, Anschrift und – soweit vorhanden – eine Telefonnummer an. Die Daten verbleiben intern und werden nur auf Anfrage der Gesundheitsbehörde ausschließlich an diese übermittelt. Sie werden vier Wochen nach der Veranstaltung gelöscht. C. Bernd Sucher liest im Park weiterlesen

Kultur für daheim

Die Biergärten machen auf, die Theater bleiben zu. Wen es nach Kultur dürstet, der hat noch eine Strecke vor sich. Das Kulturforum München-West will ein bisschen Hilfe anbieten – mit Ihrer Hilfe. Schlagen Sie vor, wie man sich Kultur nach Hause holen oder in der Nähe finden kann und geben  Sie Ihren Tipp ab. Schicken Sie Ihre Empfehlungen an Monika Putschögl. Sie werden dann per e-mail an die Mitglieder verschickt, hier auf der Homepage veröffentlicht und auch auf unserem Facebook-Auftritt.
Die aktuellen Tipps kommen hier: Kultur für daheim weiterlesen

Rathaus-Ausstellung von Rita Seibold-Över

Verschoben auf die Zeit nach Corona: die Vernissage der Rathaus-Ausstellung „UNTERWEGS“ von Rita Seibold-Oever: Ölbilder auf Leinwand. Im Rathaus werden Besucher derzeit nur in dringenden Fällen eingelassen. Im Moment können Sie die Bilder nur online ansehen, auf der Website von Rita Seibold-Över oder hier bei uns. Die Ausstellung war geplant für 30.4. – 4. 6. 2020, wurde dann verschoben auf 7.5. – 4.6.2020, und endlich verschoben auf 24.11.2020 bis 14.01.2021 verlegt. Rathaus-Ausstellung von Rita Seibold-Över weiterlesen

Unmögliche Liebe

Donnerstag 26. März 2020 um 19:00 Uhr Lesung und Gespräch mit Tristan Marquardt. Der Lyriker stellt das neue Buch vor: „Die große Anthologie des Minnesangs – eine Liebeserklärung an die Liebesgedichte des Mittelalters“, das er zusammen mit Jan Wagner im Hanser-Verlag herausgegeben hat. Ebenböckhaus, Ebenböckstr. 11. Eintritt 8  € ,  für Mitglieder 5  € . Anmeldung erforderlich unter kulturforum.muenchen-west@web.de . — WEGEN CORONA ABEGESAGT —  Unmögliche Liebe weiterlesen

Kultursoirée mit Polnischer Literatur

Samstag, 21. März, 17-19 Uhr, Kultursoiree mit polnischen AutorInnen „mit und ohne Nobelpreis“, Stadtbibliothek Pasing, Bäckerstraße 9, 81241 München. : 8 Euro, für Mitglieder5 Euro. Anmeldungen in der Stadtbibliothek Pasing telefonisch unter 089-233 37 265 bzw. per E-Mail an stb.pasing.kult@muenchen.de
oder beim Kulturforum München-West: kulturforum.muenchenwest@web.de. — WEGEN CORONA ABEGESAGT — Kultursoirée mit Polnischer Literatur weiterlesen

Nietmann und Leuschner stellen in St. Raphael aus

Freitag 13. März 2020 um 19 Uhr war Vernissage der Ausstellung  „Unter“ von Elsa Nietmann und Doris Leuschner  mit einer Einführung durch den Kurator Michael Glatzel. Unterkirche von St. Raphael, Lechelstraße 52 / Ecke Waldhornstraße. Die Ausstellung ist vom 14.03. – 29.03.2020, samstags und sonntags 15 – 18 Uhr geöffnet. Eintritt frei. Nietmann und Leuschner stellen in St. Raphael aus weiterlesen

Künstlergespräch mit Christoph Brech

Donnerstag 30. April 2020 um 19:00 Uhr führt Bernhard Neuhoff, Musikjournalist und Redaktionsleiter bei BR-Klassik ein Gespräch mit dem vielseitigen und international arbeitenden Künstler Christoph Brech. Ebenböckhaus, Ebenöckstr. 11. Eintritt 8 €,  für Mitglieder 5 €. Anmeldung unter kulturforum.muenchen-west@web.de ist erforderlich. — WEGEN CORONA ABGESAGT — Künstlergespräch mit Christoph Brech weiterlesen

kammermusik: Klavierquartett Semiramis

Freitag 6. März 2020 um 19 Uhr spielt das Klavierquartett Semiramis Klavierquartette von Antonin Dvořak (Es-Dur, op. 87), Johannes Brahms (c-moll, op.60) und den Quartettsatz von Gustav Mahler.
Kontrapunkt Klavierwerkstatt in Obermenzing. Eintritt: €25, für Mitglieder €20, für Schüler und Studenten: €5. Anmeldung erforderlich unter info@kammermusik-pasing.de
AUSVERKAUFT

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Kammermusik: Hommage an Nikolaus Brass

Sonntag 16. Februar 2020, 19 Uhr  geben Anna Kakutia (Violine) und Masko Ohta (Klavier) einen Sonatenabend mit Werken von Nikolaus Brass, Peter Kiesewetter und Ludwig van Beethoven. Die Musikerinnen widmen den Abend Nikolaus Brass zum 70. Geburtstag. Kontrapunkt Klavierwerkstatt, Dorfstraße 39 Hofgebäude, Obermenzing. Eintritt: €25, für Mitglieder €20, für Schüler und Studenten: €5. Anmeldung erforderlich unter info@kammermusik-pasing.de
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Ich denke über vieles nach

zurück zur Hauptseite Gloria Gans

„Ich denke über Vieles nach.“
… „Ich bin nicht mehr ganz von dieser Welt.“

Das Paar Klara und Rudi. Der Mann, alt und krank, seit Wochen wartet er nur noch auf seinen Tod.Schlaf, Halbschlaf, quälendes Erwachen, Gegenwart, Vergangenheit, die Zukunft der anderen, die Trauer, bald nicht mehr dazuzugehören, Bangen vor dem Ende oder ist es wieder ein Anfang?
Und wieder kann der Mann sich nicht den quälenden Bildern erwehren, die ihn fast täglich seit 73 Jahren schon heimsuchen. Als junger Marinesoldat mit auf dem Schnellboot, als in der Nacht des 30. Januar 1945 der SOS-Ruf eintrifft.

Das ehemalige Luxus-Kreuzfahrtschiff der Nazis, die Wilhelm Gustloff mit über 10.000 Flüchtlingen aus Ostpreußen an Bord ist auf dem Tiefwasserweg in der Ostsee von drei sowjetischen Torpedos getroffen worden.  -20 Grad Außentemperatur, Menschen treiben im Wasser, in der Mehrzahl Frauen und Kinder. Fast leblose Körper werden an Bord gezogen, der Ausdruck der Gesichter gräbt sich tief in das Gedächtnis des Soldaten ein. Das Entsetzen, die wie wild flackernden Augenlider der Frauen. Die Bilder dieser Nacht wird der Mann nie mehr los. Noch als Neunzigjähriger muss er weinen, wenn er davon spricht. In jener Januarnacht sterben über 9.000 Menschen im Meer, etwa sechsmal mehr als beim Untergang der Titanic.

Ca. 10.000 Menschen sterben im Mittelmeer seit 2014. Sie fliehen vor Krieg, Verfolgung, vor wirtschaftlicher Not. Oft dabei ist der Luxus der Einen, also unser Luxus, die Not der Anderen. Nachdem Mare Nostrum, eine Operation der italienischen Marine und Küstenwache seinen Dienst einstellt, retten im Mittelmeer vor allem NGOs.

NGOs agieren zivil, international, selbstverwaltend, und nicht
gewinnorientiert. Nach internationalem Seerecht haben alle Kapitäninnen und Kapitäne die Pflicht, Schiffsbrüchigen in Seenot zu helfen. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein NGO gezielt rettet oder ob ein Schiff zufällig in Seenot geratene Menschen aufnimmt. Das Patrouillieren ausländische Seenotrettungsschiffe im libyschen Küstenmeer wäre als Verletzung des Territorialprinzips zu werten, liegt aber ein konkreter Seenotfall vor, trifft die allgemeine Pflicht zur Seenotrettung. Viele Flüchtlingsboote sinken schon im libyschen Küstenmeer.

Leider gibt es eine Lücke im Seevölkerrecht, denn ein angesteuerter Hafen muss ein Rettungsboot nicht einlaufen lassen. Bisher wird also das Nothafenrecht infrage gestellt. Setzen sich Kapitäninnen und Kapitäne über das Verbot der Hafeneinfahrt hinweg, laufen sie Gefahr, festgenommen zu werden.

Der Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete wird kein Orden dafür verliehen, dass sie das tut, was doch die Staatengemeinschaft bei Seenotfällen tun sollte, nämlich Leben zu retten. Für ihre Empathie, für ihre Strapazen, für ihre Bereitschaft, in Zukunft mit den Bildern Untergehender und Ertrunkener zu leben, wird sie bestraft.
Etliche zivile Rettungsschiffe dürfen die Häfen nicht mehr zu weiteren Rettungsaktionen verlassen.
Eine verkehrte Welt ist das.
Carola Rackete verbringt einige Tage in Hausarrest und erst am 17.1.2020 lehnt das oberste Gericht Italiens endgültig den im Juli 2019 erhobenen Einspruch gegen ihre Freilassung ab. Die Kapitänin nennt dies ein wichtiges Urteil für alle Seenotretter.

Aktuell wird folgendes verhandelt: Nach dem Willen einiger europäischer Innenminister sollen Rettungsschiffe Italien und Malta anlaufen dürfen und von dort sollen die Migranten in Europa verteilt werden. … Aber werden endlich alle europäischen Länder Geflüchtete aufnehmen und werden Italien und Malta besser unterstützt als die griechischen Inseln der Ägäis, wo soeben allein fast 2.000 minderjährige Flüchtlinge einen Winter im Elend verbringen?

Carola Rackete hat ein Buch geschrieben mit dem bezeichnenden Titel „Handeln statt hoffen: Aufruf an die letzte Generation.“

Zurück zu Klara und Rudi. Auch Klara ist alt und krank. Seit geraumer Zeit schon mischen sich in ihrem Denken Vergangenheit und Gegenwart. Traumgebilde. Gegen Abend wiederholt der Satz:
„Komm, beeile dich, nimm unsere Stiefel aus dem Schrank, damit wir keine nassen Füße bekommen, schnell, der alte Roth, der Fährmann wartet“.
Stimmt.
Die Zeit wird knapp. Wenn wir so weitermachen, bekommen wir alle ganz bald schon sehr nasse Füße.

 

 

 

Kulturstammtisch mit Mechthild Schreiber

Montag, 3. Februar 2020 um 19 Uhr treffen wir uns beim Kulturstammtisch. Zu Gast ist diesmal Mechthild Schreiber. Sie spricht über die Friedensbewegung, die Gruppe „Münchner Sicherheitskonferenz verändern“ und das Forum Ziviler Friedensdienst. Der Stammtisch ist im Alten Wirt Obermenzing, Dorfstraße 39, 81247 München,
zu erreichen mit dem Bus 160 Haltestelle Lochhausener Straße. Eintritt frei, Gäste willkommen, Anmeldung nicht erforderlich.

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Rathausausstellung: Gloria Gans

23.01. bis 12.3.2020 ist im Rathaus Pasing die   Ausstellung unter dem Titel
»Ich denke über Vieles nach.« … »Ich bin nicht mehr ganz von dieser Welt.« von Gloria Gans zu sehen.  Eintritt frei, geöffnet wie das Rathaus.
Vernissage war am Donnerstag, 23. Januar 2020 von 19 bis 21 Uhr.  Am Donnerstag, 5. Feb. um 17 bis 18 Uhr führt Gloria Gans durch ihre Ausstellung.
Ein paar Bilder aus der Ausstellung
Bilder von der Führung
Rede von Gloria Gans bei der Vernissage
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Brundibár – die Kinderoper von Theresienstadt

Samstag 18. Januar 2020 um 16 Uhr wird Brundibár — eine Kinder-Oper von Hans Krása und Adolf Hoffmeister in der ev. Himmelfahrtskirche Pasing aufgeführt. Es singt der Kinderchor der Bayerischen Staatsoper mit Musikern des Staatsopernorchesters, Leitung Stellario Fagone. Außerdem ist die Serenade für Flöte und Streichtrio von Paul Ben-Haim zu hören, gespielt vom Shalom-Ensemble München. Das Konzert ist für Erwachsene und Kinder geeignet.

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Die Mädchen von Zimmer 28

Freitag, 10. Januar 2020 um 17 Uhr ist Vernissage der Aussstellung
Die Mädchen von Zimmer 28“ im KZ Theresienstadt.
Musikalische Gestaltung der Vernissage: Susanne Gargerle, Violine und Eva Pons, Klavier. Bilder von der Vernissage
Pasinger Fabrik, Osteingang Werkstattgalerie, 1. OG. August-Exter-Str. 1, 81245 München. Die Ausstellung ist geöffnet bis 8. Februar 2020, Di bis Sa, 14 bis 18 Uhr. Eintritt frei. Die Mädchen von Zimmer 28 weiterlesen

Kammermusik: Die Winterreise

Montag, 6. Januar 2020 um 11 Uhr Matinée: Winterreise
und um 19 Uhr im Abendkonzert :  die Winterreise.  2 mal am Dreikönigstag singt der Bassbariton Milan Siljanov, 2. Preisträger des ARD-Wettbewerbs 2018, die bei uns schon zur Tradition geworde „Winterreise“ von Franz Schubert in der VHS Pasing, Bäckerstr. 14. Begleitet wird er von seiner Partnerin am Klavier, Nino Chokhonelidze.

Vorankündigung in der SZ vom 23.12.19

Bilder von Gloria Gans

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Gloria Gans: Klara & Rudi, zweiteilig, zusammen 90 x 150 cm, Acryl, Öl auf Jute, 2019

Gloria Gans: Klara, 55 x 50 cm, Öl auf Jute, 2019

Gloria Gans: Klara & Rudi, 95 x 155 cm, Acryl, Öl auf Jute, 2019

Gloria Gans: Ich bin nicht mehr ganz von dieser Welt, 80 x 80 cm, Acryl, Öl auf Jute, 2019

Gloria Gans: Mit 17 in den Krieg, 85 x 50 cm, Acryl, Öl auf Jute, 2019

Gloria Gans: Palmyra I, 85 x270 cm, Öl auf Jute, 1995/2016

Gloria Gans: flashback I, 125 x 110 cm, Acryl, Öl auf Jute, 2015

Gloria Gans: hard work for smart phones I, 140 x 190 cm, Acryl, Schlagmetall, Öl auf Jute, 2014

Gloria Gans: hard work for smart phones II, 130 x 95 cm, Acryl, öl auf Jute, 2013

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Lichtkunst am Pasinger Rathaus

Freitag, 6. Dezember 2019 bis Sonntag 8. Dezember 2019 von 17:00 bis 21:00 Uhr

Ab Freitag, 6. Dezember 2019 projiziert der Künstler Johannes Reihl Lichtbilder auf die Fassaden des Pasinger Rathauses. Jeweils Freitag bis Sonntag von 17:00 bis 21:00 werden über eine Länge von 80m täglich unterschiedliche abstrakte Illusionen, dreidimensionale Lichtobjekte, venezianische Paläste und Parklandschaften Lichtkunst am Pasinger Rathaus weiterlesen